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schmerzmodulation

Bevor der Schmerz wahrgenommen wird, kann er noch „moduliert“ werden. Das bedeutet, dass Schmerzsignale auf ihrem Weg verstärkt oder abgemildert werden können. Das geschieht zum Beispiel durch die Beeinflussung von Neurotransmittern, also dort, wo die Signale von einer Nervenzelle zur nächsten weitergeleitet werden oder dadurch, dass nachgeschaltete Nervenzellen „unempfindlicher“ gemacht werden.

Die Schmerzmodulation läuft unbewusst ab und ist ein wichtiger und sehr effektiver Mechanismus – sie kann die Schmerzwahrnehmung grundlegend verändern.

Das eröffnet wiederum Möglichkeiten, die Schmerzwahrnehmung aktiv zu beeinflussen. Sie ist nämlich damit nicht nur pharmakologischen, sondern auch kognitiven Einflüssen, und damit dem bewussten Lernen, zugänglich! Diese Möglichkeiten werden in der Schmerztherapie auch genutzt.